Familiärer Bildungsstatus und Empfehlungen zur sonderpädagogischen Bedarfsprüfung

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In der Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation haben Timo-Kolja Pförtner und Kolleg*innen die Schuleingangsuntersuchungen der Städteregion Aachen aus den Jahren 2015 bis 2019 ausgewertet (n = 19.993).

Kinder aus Haushalten mit geringerem familiärem Bildungsstatus haben ein signifikant höheres Risiko, eine Empfehlung zur Prüfung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs zu erhalten. Der Zusammenhang bleibt auch unter Kontrolle weiterer Merkmale bestehen und hat sich über die Jahre kaum verändert. Er zeigt sich in den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, geistige Entwicklung sowie emotionale und soziale Entwicklung. Die Autor*innen leiten daraus ab, frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung sozial benachteiligter Kinder und Familien gezielt zu stärken.

Zur Publikation: Pförtner, T.-K., Schippel, L., Gube, M., Koch, T., Michels, J., Rathmann, K., & Dohle, S. (2024). Der familiäre Bildungsstatus und eine empfohlene sonderpädagogische Bedarfsprüfung: Eine Trendanalyse mit den jährlichen Daten der Schuleingangsuntersuchung der Städteregion Aachen der Jahre 2015 bis 2019. ZSE Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, (1), 54–73. https://doi.org/10.3262/zse2401054

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