Forschungs- und Lehrbereich Erziehungshilfe
und Sozial-Emotionale Entwicklungsförderung

Willkommen auf der Seite des Lehrstuhls für Erziehungshilfe und Sozial-Emotionale Entwicklungsförderung von Prof. Dr. Thomas Hennemann der Universität zu Köln. Wir freuen uns, dass Sie hier sind! Diese Seite soll Ihnen alle Informationen bezüglich Ihres Studiums im Förderschwerpunkt Emotionale & Soziale Entwicklung an der Universität zu Köln, den Lehrveranstaltungen, Bachelorarbeiten & Masterarbeiten sowie zu Forschung und den Projekten des Lehrstuhls ESE bieten. Zudem können Sie sich über unsere Haltung am Lehrstuhl samt unserer Veröffentlichungen informieren. Hören Sie sich auch gern unseren Podcast zum Förderschwerpunkt ESE und dem Studium in Köln an. Schön, dass Sie Teil unseres Lehrstuhls sind und melden Sie sich bei Fragen oder Anregungen gern jederzeit unter den angegebenen Kontaktdaten.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen – Kreis Mettmann und Universität zu Köln fördern schulische Inklusion

KREIS METTMANN. Ein entscheidender Schritt für die Zukunft der Jüngsten: Mit der Unterzeichnung neuer Kooperationsvereinbarungen für das Teilprojekt „Multimo 5-7“ verstärkt der Kreis Mettmann in Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln und den teilnehmenden Grundschulen seine langjährigen Aktivitäten, den Übergang von der Kita in die Grundschule für Kinder mit psychosozialen Risiken nachhaltig zu stärken. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kreis und der Universität besteht bereits seit 2010, aktuell befindet sich die Kooperation in der fünften Phase (Mettmanner Weg 5.0). In der ersten Runde von „Multimo 5-7“ nehmen vier Grundschulen aus dem Kreisgebiet teil. In einer zweiten Welle werden weitere sechs Schulen ebenfalls Kooperationsvereinbarungen für das Teilprojekt unterzeichnen. Von Beginn an stehen Kinder mit erhöhten psychosozialen Risiken im Fokus der Kooperation. Angestrebt wird dabei die bestmögliche schulische Inklusion.

Das neue Teilprojekt „Multimo 5-7“ verfolgt das Ziel, den Übergang von der Kita in die Grundschule für Kinder mit psychosozialen Risiken nachhaltig zu stärken. „Man muss früh ansetzen – bereits im Übergang von der Kita in die Schule – und die Kinder gezielt in den Blick nehmen, um ihnen eine optimale Förderung zu ermöglichen. Mein besonderer Dank gilt dem Schulamt und der Politik, die die Mittel für dieses Projekt bereitgestellt hat“, betont Kreisdirektor und Schuldezernent Philipp Gilbert.

Im Fokus stehen Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren, die beispielsweise bei der Schulanmeldung oder im Schulspiel durch Entwicklungsrisiken auffallen und daher besondere Unterstützung benötigen. Ebenfalls einbezogen werden Kinder, die keine Kita besucht haben oder nur sehr unregelmäßige Kita-Erfahrungen aufweisen. Prof. Dr. Thomas Hennemann, Lehrstuhlinhaber der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, unterstreicht die Bedeutung früher Förderung: 50 Prozent aller psychischen Störungen treten vor dem 15. Lebensjahr auf. 75 Prozent vor dem 25. Lebensjahr. „Lasst uns deshalb noch konsequenter sozial‑emotionale Kompetenzen fördern, Resilienz stärken und sowohl Lehrkräfte als auch Systeme nachhaltig unterstützen“, appelliert der Professor der Universität zu Köln.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Einbindung der Eltern: Sie sollen in ihrer Rolle gestärkt und dabei unterstützt werden, die Schulbereitschaft und Lernentwicklung ihres Kindes im häuslichen Alltag gezielt zu fördern. Sie werden zur aktiven Mitarbeit an den Eltern-Kind-Angeboten vor der Einschulung sowie zur Zusammenarbeit im Übergang und in der Einschulungsphase motiviert.

Nach dem Schuleintritt wird die Unterstützung im schulischen Teil von Multimo 5-7 systematisch fortgeführt. Hierzu wird an den beteiligten Schulen ein mehrstufiges Fördersystem aufgebaut. Auf Grundlage schulischer Bedarfsanalysen sowie diagnostischer Einschätzungen werden Förderbedarfe in den Bereichen emotional-soziale Entwicklung, Lernen und Sprache frühzeitig erkannt und passgenaue Maßnahmen auf unterschiedlichen Intensitätsstufen abgeleitet. Neben universellen Angeboten für alle Kinder umfasst dies gezielte Kleingruppenförderungen sowie individuelle Unterstützungsmaßnahmen für Kinder mit erhöhtem Bedarf.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Qualifizierung und Begleitung der schulischen Teams. Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte und weitere pädagogische Mitarbeitende werden durch Fortbildungen, Coachings und gemeinsame Auswertungen darin unterstützt, Förderentscheidungen datenbasiert zu treffen und wirksame Maßnahmen im Unterrichts- und Schulalltag umzusetzen. So soll nicht nur der Übergang in die Schule gelingen, sondern auch die weitere Lern- und Entwicklungsbegleitung in der Schuleingangsphase nachhaltig gestärkt werden.

Im ersten Projektjahr sollen auf Grundlage von Bedarfsanalysen (Fragebögen, Interviews und schulinterne Daten) schulspezifische Konzepte ausgearbeitet und erste Modifikationen abgeleitet werden.

Das Ziel besteht darin, herauszufinden, wie Schulen Kinder – insbesondere jene mit besonderen Belastungen oder Entwicklungsrisiken – optimal begleiten können, damit der Start in die Schule gelingt. Das Teilprojekt ist ein wichtiger Baustein der Kooperation zwischen dem Kreis Mettmann und der Universität zu Köln. Die Projektlaufzeit ist bis Dezember 2028 angelegt. Im Nachgang werden die Ergebnisse vorgestellt und ein Abschlussbericht veröffentlicht.

Gruppenfoto v. l.:

Oliver Pistorius, Schulleiter der Städt. Gem.-Grundschule Gerhart-Hauptmann in Velbert,

Andreas Barnieske, Schulrat des Schulamtes für den Kreis Mettmann,

Natalie Becker, Schulleiterin der Städt. Gem.-Grundschule Astrid-Lindgren in Ratingen,

Dr. Stefanie Richard, Universität zu Köln,

Andrea Achenbach, stellv. Schulleiterin der Städt. Gem.-Grundschule Erich-Kästner in Ratingen,

Philipp Gilbert, Kreisdirektor und Schuldezernent,

Sandra Deibl, Schulleiterin der Städt. Gem.-Grundschule Kastanienallee in Velbert,

Prof. Dr. Thomas Hennemann, Universität zu Köln,

Vert.-Prof. Dr. Jannik Nitz, Universität zu Köln

Download Pressemitteilung

Juni 19th, 2026|

Ausschreibung: Bachelor-/Masterarbeit im Bereich Bildungsforschung

 Thema: Das „Hochschulklima“ – Empirische Annäherungen an ein vernachlässigtes Konstrukt 

Hintergrund: Während das Konzept des Schul- oder Klassenklimas in der Schulpädagogik seit Jahrzehnten etabliert ist und nachweislich Einfluss auf Lernerfolg und Wohlbefinden hat, ist das Hochschulklima (Campus Climate) im deutschsprachigen Raum theoretisch und empirisch noch unterbelichtet. Was macht die Atmosphäre an einer Hochschule aus? Wie wirken sich soziale Interaktionen, die physische Lernumgebung und organisationale Strukturen auf die Studierenden aus? 

(mehr …)

Mai 20th, 2026|

Crashkurs (Generative) Künstliche Intelligenz

Mit dem „Crashkurs (Generative) Künstliche Intelligenz“ der Universität zu Köln erhältst du in rund drei Stunden einen einfachen, praxisnahen und flexiblen Einstieg in die Welt der KI.

Der offene Onlinekurs zeigt dir, wie (generative) Künstliche Intelligenz funktioniert, welche Chancen und Risiken mit ihrem Einsatz verbunden sind und worauf du bei einer sicheren, transparenten und rechtskonformen Nutzung achten solltest. Außerdem lernst du die Grundlagen des Prompting kennen und bekommst konkrete Tipps, wie du KI-Tools sinnvoll im Studium und Alltag einsetzen kannst. (mehr …)

April 22nd, 2026|

Abschlussarbeiten im Projekt Multimo 5–7

Im Rahmen des Forschungsprojekts Multimo 5–7 bieten wir Studierenden die Möglichkeit, ihre Bachelor- oder Masterarbeit in einem laufenden, empirisch fundierten Projekt zu verfassen. Das Projekt setzt ein Multi-Tiered System of Support (MTSS) zur frühen Identifikation und Förderung von Kindern mit besonderen Unterstützungsbedarfen im Übergang in die Grundschule um.

Studierende unterstützen die Datenerhebung an Grundschulen im Kreis Mettmann und erhalten im Gegenzug eine verbindliche Betreuungszusage, Zugang zu einem umfangreichen Datensatz sowie tiefe Einblicke in ein evidenzbasiertes Forschungs- und Praxisprojekt.

Interessierte können sich bis zum 20. Februar 2026 per E-Mail melden.

Januar 23rd, 2026|

Trauer um Herrn Univ.-Prof. Dr. Karl-Josef Kluge

Wir, die Kolleginnen und Kollegen des Forschungs- und Lehrbereiches Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung sowie des Departments Heilpädagogik und Rehabilitation trauern um unseren Kollegen und Hochschullehrer Karl-Josef Kluge, der sich jahrzehntelang hoch engagiert sowohl für die qualifizierte Ausbildung insbesondere von zukünftigen Lehrkräften im Rahmen des Förderschwerpunktes Emotionale und soziale Entwicklung als auch für die Belange von Kindern und Jugendlichen mit erhöhten psychosozialen Risiken und ihren Eltern einsetzte. Wir werden Herrn Kollegen Karl-Josef Kluge in ehrender Erinnerung behalten. Weitere Informationen zum Werdegang von Herrn Kluge finden Sie hier.

Oktober 6th, 2025|
Nach oben