Zeitliche Entwicklung von Entwicklungsverzögerungen bei Vorschulkindern nach elterlicher Bildung

Titelseite der Veröffentlichung „Has the COVID-19 pandemic altered social inequalities in child development? A time trend analysis of developmental delays in preschool children by parental education“.

Timo‐Kolja Pförtner, Thomas Hennemann, Monika Gube, Frank J. Elgar haben die Veröffentlichung „Has the COVID-19 pandemic altered social inequalities in child development? A time trend analysis of developmental delays in preschool children by parental education“ in Archives of Public Health publiziert.

Die Studie untersuchte zeitliche Trends bei Entwicklungsverzögerungen von Vorschulkindern und ob sich Ungleichheiten nach elterlicher Bildung mit dem Beginn der COVID-19-Pandemie veränderten. Grundlage waren verpflichtende Schuleingangsuntersuchungen in der Region Aachen, Deutschland, mit zehn Kohorten aus den Jahren 2015 bis 2024, beschränkt auf Kinder mit Risiko für Entwicklungsverzögerungen (n = 15.299). Erfasst wurde die Anzahl verzögerter Bereiche unter sechs untersuchten Bereichen.

Kinder von weniger gebildeten Eltern zeigten in jeder Kohorte signifikant mehr Verzögerungen. Vor der Pandemie nahmen Verzögerungen in allen Bildungsgruppen vergleichbar zu. In der Kohorte 2021 stiegen sie in allen Gruppen abrupt an und gingen danach zurück, blieben jedoch erhöht. Die relative Ungleichheit verringerte sich zwischen den beiden Perioden signifikant, da Verzögerungen bei Kindern mit mittlerer und hoher elterlicher Bildung proportional stärker zunahmen, während die absolute Ungleichheit unverändert blieb.

Zur Publikation: Timo‐Kolja Pförtner, Thomas Hennemann, Monika Gube, Frank J. Elgar (2026). Has the COVID-19 pandemic altered social inequalities in child development? A time trend analysis of developmental delays in preschool children by parental education. Archives of Public Health Zur Veröffentlichung

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