Das Konzept der allostatischen Last zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheiten

Stilisiertes aufgeschlagenes Buch als Symbol für eine Veröffentlichung.

Timo‐Kolja Pförtner haben die Veröffentlichung „Das Konzept der allostatischen Last zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheiten“ in Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz publiziert.

Der Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status (SES) und Gesundheit gilt als belegt. Während zahlreiche materielle, psychosoziale und verhaltensbezogene Faktoren als Mechanismen gesundheitlicher Ungleichheit identifiziert wurden, ist aktuell noch unklar, über welche biologischen Prozesse sich der SES in den menschlichen Körper einschreibt. Das Konzept der allostatischen Last (AL) bietet dazu einen vielversprechenden Ansatz. Verstanden als kumulative physiologische Dysregulation infolge chronischer Stressexpositionen baut das Konzept der AL eine Brücke zwischen Sozialstruktur und Biologie und lässt sich unmittelbar an verschiedene Erklärungsansätze der gesundheitlichen Ungleichheitsforschung anschließen.

Die vorliegende narrative Übersichtsarbeit führt in das Konzept der AL ein, diskutiert auf Basis theoretischer Überlegungen und empirischer Befunde die Beziehung der AL zur Gesundheit und zum SES, bilanziert den Beitrag der AL zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheiten und nennt methodische Herausforderungen und Forschungslücken. Als theoretisch fundiertes und empirisch validiertes Konzept bietet die AL einen Erklärungsansatz für die biologische Vermittlung sozioökonomischer Ungleichheiten in der Gesundheit und ist damit für die gesundheitliche Ungleichheitsforschung von Bedeutung.

Zur Publikation: Timo‐Kolja Pförtner (2026). Das Konzept der allostatischen Last zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheiten. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz Zur Veröffentlichung

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