multimo5-7

Bedarfsorientiert gestuft fördern: ein Schulentwicklungsprojekt der Universität zu Köln und des Kreises Mettmann

Logo des Projekts multimo5-7

Der Start in die Schule entscheidet mit darüber, wie ein Kind die nächsten Jahre erlebt. Manche Kinder brauchen dabei mehr Unterstützung als andere, und sie brauchen sie früh, nicht erst dann, wenn sich Schwierigkeiten verfestigt haben. Hier setzt multimo5-7 an: Die beteiligten Schulen bauen gemeinsam mit der Universität zu Köln ein gestuftes Fördersystem auf, in dem Entscheidungen über Förderung auf Daten beruhen und nicht auf Vermutungen.

Gestuft fördern

Die erste Stufe gilt allen Kindern: klar strukturierter Unterricht, verlässliche Routinen und Regeln, auf die sich alle Erwachsenen einer Schule geeinigt haben. Wer damit noch nicht zurechtkommt, erhält gezielte Unterstützung in der Kleingruppe. Wo das nicht ausreicht, kommt intensive, individuell zugeschnittene Förderung hinzu. Die Stufen bauen aufeinander auf, statt sich abzulösen.

Datenbasiert entscheiden

Wie sich Kinder entwickeln, wird regelmäßig und mit kurzen Verfahren erfasst, im Lernen wie im Verhalten. Diese Ergebnisse bespricht das multiprofessionelle Team zu festen Zeitpunkten und entscheidet daran, ob eine Förderung greift, angepasst oder beendet wird. So werden auch die Kinder sichtbar, die still bleiben und im Unterricht nicht auffallen.

Vor der Einschulung beginnen

Das Projekt setzt bereits im Übergang von der Kita in die Schule an. Schulanmeldung und Schulspiel wurden so weiterentwickelt, dass Stärken und Unterstützungsbedarfe früh sichtbar werden. Familien, für die es hilfreich ist, werden zum Eltern-Kind-Programm Inselraum eingeladen, das an der Schule stattfindet und Kinder wie Eltern auf den Schulstart vorbereitet.

Schulentwicklung statt Einzelmaßnahme

Grundlage ist eine Bedarfsanalyse an jeder Schule: Welche Diagnostik wird genutzt, welche Förderstrukturen bestehen, wie arbeiten die Professionen zusammen, welche Ressourcen sind vorhanden? Darauf aufbauend werden Fortbildungen, Coachings und Förderschwerpunkte passgenau entwickelt. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

Ansprechpartner

Kontakt

Universität zu Köln, Department Heilpädagogik und Rehabilitation, Klosterstraße 79a, 50931 Köln

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