FörderPlanLab (FPL)

  • Ansprechpartner*innen: Estella Schubert, Dr. Tobias Hagen, Dr. Jannik Nitz, Prof. Thomas Hennemann

  • Kooperationspartner*innen: Förderschulen und Verbundsschulen der Stadt Köln

  • Kontakt: Estella Schubert (estella.schubert@uni-koeln.de)

Projektbeschreibung:

Förderpläne gelten als zentrales Instrument individueller Förderung im sonderpädagogischen Setting. Ihr Nutzen, ihre Qualität und ihre Wirksamkeit sind aufgrund der komplexen Untersuchungsbedingungen jedoch bislang nur begrenzt empirisch erforscht. Das Projekt untersucht aus diesem Grund systematisch, welchen evidenzbasierten Beitrag Förderpläne zur Lern- und Entwicklungsförderung leisten, wie sie gestaltet sein müssen, um wirksam zu sein, und welche Bedingungen eine erfolgreiche Anwendung und Implementation im schulischen Alltag unterstützen. Ergänzend wird ein digitales, evidenzbasiertes Förderplanraster entwickelt, das eine strukturierte Zielsetzung, eine transparente Ableitung von Fördermaßnahmen sowie ein kontinuierliches, praktikables Progress Monitoring ermöglicht. Ziel ist es, den evidenzbasierten Nutzen von Förderplänen empirisch zu bestimmen, Kriterien für eine qualitätsgesicherte und praxisnahe (digitale) Gestaltung abzuleiten und zentrale Faktoren erfolgreicher Implementation herauszuarbeiten.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt in enger Kooperation mit Förder- und Verbundschulen. Dieses Kooperationsformat knüpft an ein seit mehr als fünf Jahren bestehendes Zusammenarbeitsmodell des Lehrstuhls mit Förderschulen des FSP EsE an, das im Rahmen der Diagnostikambulanz etabliert wurde. Die Schulen bringen dabei konkrete Praxisbedarfe ein, während der Lehrstuhl wissenschaftliches Wissen zur Förderplanung und Diagnostik einbringt. Dieser bidirektionale Austausch ermöglicht es, Forschungsfragen nah an der schulischen Realität zu entwickeln, Erhebungen praxisnah durchzuführen und die gewonnenen Erkenntnisse unmittelbar in die Kooperationsschulen zurückzuspielen.

Die Ergebnisse sollen einen Beitrag dazu leisten, Förderplanung im sonderpädagogischen Kontext wirksamer, datenbasierter und nachhaltiger zu gestalten und damit die individuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gezielt zu unterstützen.