EIKO-Kindeswohl

Erkennen – Intervenieren – Kooperieren

    Projektbeschreibung:

    Projektleitung:

    Sascha Dinspel (Pädagogische Einrichtungsleitung CJG St. Ansgar),

    Dr.in Laura Ferreira González (Universität zu Köln),

    Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln)

    Kooperationspartner:

    CJG St. Ansgar

    Caritas Jugendhilfe Gesellschaft

    Kontakt: Dr.in Laura Ferreira González (l.ferreiragonzalez@uni-koeln.de)

    EIKO-Kindeswohl

    Erkennen – Intervenieren – Kooperieren

    Kindeswohl in der OGS an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (ESE) in NRW

    Kindeswohlgefährdungen durch Vernachlässigung, körperliche oder psychische Misshandlung sowie sexuelle Gewalt gehen mit der Verletzung kindlicher Grundbedürfnisse einher. Neben dem individuellen Leid können durch die Verletzung der Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen die körperliche, emotionale und psychische Entwicklung und Gesundheit erheblich geschädigt werden.

    Das frühzeitige Erkennen und professionelle Intervenieren in kindeswohlgefährdenden Situationen kann Kinder und Jugendliche vor den beschriebenen Folgen schützen und einen bedeutenden Einfluss auf die weiteren Entwicklungschancen der jungen Menschen haben.

    Mit der Einführung des offenen Ganztages – forciert durch die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf eine ganztägige Betreuung für Kinder im Primarbereich – erhalten Schulen durch die Jugendhilfe einen kompetenten Partner im Bereich des Kinderschutzes.

    Die Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe sowie die zunehmende Zahl der im Rahmen der OGS betreuten Kinder bieten ein erhebliches Potenzial für die frühzeitige Identifikation und professionelle Intervention im Falle einer Kindeswohlgefährdung.

    Das Forschungsvorhaben untersucht welche Gelingensbedingungen eine frühzeitige Identifikation von Gefährdungslagen unterstützen, welche Potenziale im Setting des Ganztages und in der Kooperation zwischen Ganztagsakteur:innen und schulischen Akteur:innen nutzbar gemacht werden können, um professionelle Interventionen zu begünstigen.

    Der Fokus der geplanten Untersuchung liegt auf dem Schutz von Schüler:innen im offenen Ganztag an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in Nordrhein-Westfalen. Diese besonders vulnerable Zielgruppe ist häufig multiplen Risikofaktoren ausgesetzt.

     

    Geplantes Forschungsdesign:

    1. Literaturreview: Erhebung des aktuellen Forschungsstandes zum Themenfeld Kindeswohlgefährdung im Kontext des offenen Ganztages an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung.
    1. Strukturerhebung per Fragebogen und Dokumentenanalyse: An den Förderschulen ESE mit offenem Ganztag im Primarbereich werden grundlegende Fragen zu Schutzkonzepten, Ausbildung des Personals, definierten Meldewegen und organisatorischen Rahmenbedingungen erhoben. Ergänzend erfolgt eine Dokumentenanalyse.
    1. Leitfadeninterviews: Fach- und Leitungskräfte aus Schule und Jugendhilfe werden zu Erfahrungen, Bedarfen und Handlungsmöglichkeiten in der Bearbeitung von Kinderschutzfällen befragt.
    2. Pilotkooperation: Erprobung einer Musterkooperation zum Kinderschutz.

    Ziel des Projekts ist es, die Potenziale der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule in den Angeboten des offenen Ganztages systematisch nutzbar zu machen und praxisnahe Empfehlungen für die frühzeitige Erkennung und Bearbeitung von Kindeswohlgefährdungen zu entwickeln.

    Wir freuen uns über Ihre Beteiligung im Rahmen Ihrer Abschlussarbeit.

    Melden Sie sich bei Interesse gerne unter Bezugnahme auf die Homepage bei Dr.in Laura Ferreira González (l.ferreiragonzalez@uni-koeln.de).