Thema: Das „Hochschulklima“ – Empirische Annäherungen an ein vernachlässigtes Konstrukt 

Hintergrund: Während das Konzept des Schul- oder Klassenklimas in der Schulpädagogik seit Jahrzehnten etabliert ist und nachweislich Einfluss auf Lernerfolg und Wohlbefinden hat, ist das Hochschulklima (Campus Climate) im deutschsprachigen Raum theoretisch und empirisch noch unterbelichtet. Was macht die Atmosphäre an einer Hochschule aus? Wie wirken sich soziale Interaktionen, die physische Lernumgebung und organisationale Strukturen auf die Studierenden aus? 

Im Rahmen dieser Abschlussarbeit soll das Konzept des Hochschulklimas entweder explorativ ergründet oder psychometrisch validiert werden. 

Option A: Qualitative Vorstudie (Exploration) 

Ziel: Definition und Identifikation der Dimensionen von Hochschulklima aus Sicht der Akteure. 

Forschungsfrage: Welche Aspekte machen für Studierende (und ggf. Lehrende) ein „gutes“ Hochschulklima aus? 

Methodik: Durchführung und Auswertung von leitfadengestützten Interviews. 

Wissenschaftliche Anforderungen: o Anwendung qualitativer Auswertungsmethoden (z. B. Strukturierende Inhaltsanalyse nach Mayring). 

o Reflexion der Forscherrolle und Sicherstellung von Gütekriterien (Transparenz, Intersubjektivität). 

o Herleitung eines theoretischen Kategoriensystems basierend auf bestehender Schulklima-Forschung. 

Option B: Quantitative Validierungsstudie (Skalenentwicklung) 

Ziel: Entwicklung und statistische Überprüfung eines Instruments zur Messung des Hochschulklimas. 

Forschungsfrage: Inwieweit lässt sich das Konstrukt Hochschulklima über ein standardisiertes Instrument (Fragebogen) reliabel und valide abbilden? 

Methodik: Itementwicklung basierend auf bestehender Literatur, Online-Erhebung, statistische Analyse. 

Wissenschaftliche Anforderungen: o Anwendung der Klassischen Testtheorie (KTT). 

o Durchführung von Analysen zur Reliabilität (z. B. Cronbachs α) und Validität (z. B. explorative Faktorenanalyse – EFA). 

o Umgang mit Statistik-Software (R, SPSS oder JASP). 

o Hypothesenprüfung zu Korrelationen 

Interesse geweckt? Bitte senden Sie ein kurzes Motivationsschreiben an: timo-kolja.pfoertner@uni-koeln.de. Arbeitsbereich Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung. Humanwissenschaftliche Fakultät. Universität zu Köln. 

 

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